11.10. bis 08.11.2015: Die Vielfalt der Spitzentechniken

Die Austellung zeigte die Vielfalt der Spitzentechniken aus der Sammlung Schmillenkamp.

Der Reiz der Spitzen liegt in ihren durchbrochenen Oberflächen. Seit dem 17. Jahrhundert bis zur letzten Blüte um 1900 gehörten die handgearbeiteten Spitzen als Luxusartikel zur kostbaren Ausstattung eleganter Kleidung.
Die in der Austellung präsentierten edlen Klöppel- und Nadelspitzen, die ältesten sind um 1700 entstanden, bestechen durch ihre Feinheit. Durch die maschinelle Fertigung konnten die Spitzen schneller und kostengünstiger fabriziert werden. Sie waren nun für eine breite Käuferschicht erschwinglich und Kleidung, Wäsche und Heimtextilien wurden damit verziert.

Spitzenmuster werden mit etlichen Handarbeitstechniken erzeugt. In der Ausstellung finden sich zahlreiche gestickte Spitzen – Bändchenspitzen, Durchbrucharbeiten, Filetspitzen, Reticella, Sonnen- und Tüllspitzen – alle werden ausschließlich mit Nadel und Faden gearbeitet. Occhispitze entsteht mit einem Schiffchen. Um 1900 erlangte die irische Häkelspitze große Beliebtheit. Gehäkelte Spitzen dienten als Randabschluß oder Einsatz. Ebenfalls beliebt war die Kunststricktechnik. Am Eröffnungstag und an mehreren Aktionstagen während der Ausstellung wurden die unterschiedlichsten Spitzentechniken vorgeführt. Zahlreiche Besucher schauten den Akteuren zu oder versuchten sich selbst daran.